Mietradeln für Alzey? PDF Drucken E-Mail

 

Die Alzeyer FWG stellte im Juni 2017 den Antrag, die Verwaltung möge prüfen, ob eine Probephase für ein Mietrad-System in Alzey in Betracht gezogen werden könnte. Dies wurde am 26.6.2017 im Alzeyer Stadtrat (siehe AZ vom 28.6.2017) behandelt. Die Verwaltung sah sich jedoch nicht in der Lage dies selbst zu prüfen, da sie „zu viele Baustellen hätte“. Der Fraktionsvorsitzende der FWG Werner Geißel erklärte sich bereit dies zu übernehmen.

 

Nach mehreren Telefonaten mit der MVG mein Rad, konnte für den 17.8.2017 in Mainz ein Gespräch vereinbart werden. Hierbei konnten die Herren Geißel und Kramm viel zu den laufenden Mietrad-Projekten erfahren. Mietradeln ist in Mainz zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Es gibt aktuell 117 Stationen mit über 850 Fahrrädern. 2016 fanden mehr als 460.000 Fahrten statt. Der einzige Haken, das Projekt muss immer noch bezuschusst werden.

 

Mittlerweile läuft eine Testphase, die eine Nutzung -über Apps- ohne feste Stationen prüft. In Wiesbaden gibt es bereits 7 Stationen mit über 70 Rädern und die MVG mein Rad ist sich mit der Stadt Wiesbaden über eine weitere Zusammenarbeit einig. Merkwürdigerweise hat der ASTA der Hochschule mit der Firma Nextbike ebenfalls einen Vertrag geschlossen. Weitere Interessenten für Mieträder kommen aus Ingelheim und evtl. Nieder-Olm.

 

Die MVG mein Rad zeigte sich an eine Zusammenarbeit mit Alzey sehr interessiert. Es wurden daher die etwaigen Kosten (eine sehr grobe Schätzung) für eine dreijährige Probezeit ermittelt. Die FWG war über die Kostenhöhe positiv überrascht: 6 Stationen mit 45 Rädern sollen etwa 20.000 € pro Jahr kosten.

 

Im Anschluss nahm die FWG noch Kontakt mit der Kreisverwaltung Alzey-Worms auf, denn der Verkehrsverbund Rhein-Neckar hat ebenfalls ein System in Ludwigshafen/Mannheim gestartet, das auch eine Testphase in Worms durchläuft. Sollte das ganze über Osthofen - Westhofen auch im Kreisgebiet um Alzey fußfassen, wären zwei verschiedene Betreiber-Modelle für Alzey Blödsinn. Deshalb schlägt die FWG vor, dass die Stadt mit der Kreisverwaltung Kontakt aufnimmt, um ein gemeinsames System zu finden. Nur gemeinsam können die Kosten für beide Seiten moderat gehalten werden.

 

 
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